Was ein Barbershop anders macht als ein Friseursalon
Ein Barbershop ist ein Friseursalon, der sich auf Männer und Jungen eingestellt hat. Im Mittelpunkt stehen kurze Haarschnitte, der Bart und die Rasur mit dem Messer. Ein klassischer Friseursalon schneidet dagegen Frauen, Männern und Kindern die Haare. Er färbt, tönt, macht Strähnen und Dauerwellen.
In den Preislisten von 6 Barbershops aus München, Leipzig, Stuttgart, Hamburg und Köln stehen Haarschnitte, Bartschnitte und Rasuren. Dazu kommen heiße Tücher, Massagen und das Entfernen von Ohr- und Gesichtshaaren mit Wachs, Faden oder Flamme. Farbe für Haar oder Bart bieten 3 der 6 Barbershops an. Strähnen und Dauerwelle stehen in keiner der Listen.
Typisch für den Barbershop ist auch der Fade. Bei diesem Schnitt wird das Haar an den Seiten nach unten hin immer kürzer, beim Skin Fade bis auf die Haut. Einen eigenen Preis für den Fade-Haarschnitt nennt nur eine der 6 Preislisten.
| Thema | Barbershop | Friseursalon |
|---|---|---|
| Kundschaft | Vor allem Männer und Jungen | Frauen, Männer und Kinder |
| Haarschnitt | Kurze Schnitte, oft mit der Maschine, auch Fade | Alle Längen, mit Föhnen und Styling |
| Bart | Bartschnitt, Konturen mit dem Messer, heiße Tücher | In manchen Salons ein einfacher Bartschnitt |
| Rasur mit dem Messer | Nassrasur in 4 von 6 Preislisten | Vorher im Salon fragen |
| Farbe | In 3 von 6 Preislisten, für Haar oder Bart | Färben, Tönen, Strähnen, Balayage |
| Regeln | Handwerksrolle, Meister, Preisaushang | Handwerksrolle, Meister, Preisaushang |
Was ein Herrenhaarschnitt im Barbershop und beim Friseur kostet
Ein Barbershop ist nicht automatisch teurer als ein Friseursalon. In den Preislisten von 6 Barbershops, abgerufen am 2. Oktober 2026, kostet ein Haarschnitt 18 bis 55 Euro. Sieben Friseursalons aus Berlin, Hamburg, Leipzig, München, Bremen und Ludwigshafen nehmen für einen Herrenhaarschnitt 24,50 bis 100 Euro. Sechs der sieben liegen zwischen 24,50 und 39 Euro.
Ein festes Muster gibt es nicht, das zeigt der Vergleich in derselben Stadt. In Leipzig kostet der Haarschnitt im Barbershop 37 Euro und im Friseursalon 39 Euro. In Hamburg verlangen beide Barbershops 40 Euro, der Friseursalon 31,50 Euro. In München nimmt der Barbershop 55 Euro und der Friseursalon 90 bis 100 Euro.
| Stadt | Barbershop | Friseursalon |
|---|---|---|
| Leipzig | 37 Euro | 39 Euro |
| Hamburg | 40 Euro | 31,50 Euro |
| München | 55 Euro | 90 bis 100 Euro |
Den Preis treiben vor allem Zeit und Extras. Ein schneller Maschinenschnitt kostet in 4 Barbershops 15 bis 30 Euro. Ein Premium-Schnitt mit heißem Tuch, Gesichtsmassage und Entfernen der Ohrhaare kostet in München 65 Euro. Bart, Rasur und Pakete kommen dazu, und die Preise im Barbershop unterscheiden sich je nach Leistung stark.
Bart und Rasur im Barbershop und beim Friseur
Den Bart schneiden auch manche Friseursalons. In Ludwigshafen kostet das in einem Salon ab 8 Euro. Ein Barbershop bietet rund um den Bart mehr an. Dazu gehören Konturen mit dem Messer, heiße Tücher, Bartwäsche und Balsam.
Die Rasur mit dem Messer ist die klassische Leistung des Barbiers. Eine Nassrasur steht in 4 der 6 Preislisten und kostet 35 bis 46 Euro. In München plant der Barbershop dafür etwa 30 Minuten ein, mit zwei heißen Tüchern und Pflege danach.
Für jede Rasur gehört eine neue Klinge ins Messer. Das empfiehlt das Gesundheitsamt Ludwigsburg allen Friseurbetrieben und Barbershops. Der Grund sind Hautpilze, die über kleinste Verletzungen bei der Rasur in die Haut gelangen können. Schauen Sie ruhig zu, wie der Barbier die Klinge wechselt.
Im Barbershop mit oder ohne Termin
Ob Sie im Barbershop ohne Termin drankommen, entscheidet jeder Laden selbst. Von den 6 Barbershops der Stichprobe bieten 4 auf ihrer Website Termine zum Buchen an. Einer davon schreibt, dass er grundsätzlich nur mit Termin arbeitet. Die übrigen 2 nennen keine Regel.
Wollen Sie spontan vorbeikommen, rufen Sie kurz vorher an. Buchen Sie online, wählen Sie die Leistung genau aus. Danach plant der Barbershop die Zeit, denn eine Rasur dauert in München doppelt so lange wie ein Maschinenschnitt.
Sagen Sie einen gebuchten Termin ab, darf der Barbershop nicht einfach den vollen Preis verlangen. Das Gesetz geht von 5 Prozent des Preises aus, solange der Laden keinen höheren Schaden nachweist. Vergibt er den Platz neu, schulden Sie meist nichts.
Auch ein Barbershop muss in der Handwerksrolle stehen
Die Handwerksrolle ist das Verzeichnis der Handwerkskammer. Darin steht jeder Betrieb, der ein Handwerk mit Meisterpflicht selbstständig ausüben darf. Das Friseurhandwerk gehört zu diesen Handwerken.
Für Barbershops war lange unklar, wie weit diese Pflicht reicht. Früher unterschieden die Kammern zwischen der Arbeit eines klassischen Barbiers und der eines Friseurs. Seit 2025 gilt diese Trennung nicht mehr. Rasuren, Bartrasuren und Herrenhaarschnitte gehören zum Friseurhandwerk, so die Handwerkskammer Region Stuttgart.
Wer nicht in der Handwerksrolle steht, darf keine Friseurleistungen anbieten. Für die Eintragung braucht der Betrieb in der Regel einen Friseurmeister. Ohne Meisterprüfung geht es nur mit einer Sondergenehmigung. Dafür prüft die Kammer, ob das Können etwa auf Meisterniveau liegt, und verlangt sonst Prüfungen in Praxis, Theorie und Betriebswirtschaft.
Ein Barbershop mit Sondergenehmigung darf einen normalen Friseurbetrieb führen. Er darf sich aber nicht Meisterbetrieb nennen und keine Lehrlinge ausbilden. Eine eigene Ausbildung zum Barbier gibt es in Deutschland nicht. Wer das Handwerk hier lernen will, macht die Ausbildung zum Friseur, und die dauert 3 Jahre.
So wählen Sie zwischen Barbershop und Friseursalon
Für Sie als Kunde gelten im Barbershop dieselben Regeln wie im Friseursalon. Beide müssen ihre Preise aushängen, und bei einem misslungenen Schnitt haben Sie dieselben Rechte. Entscheiden Sie deshalb nach dem, was Sie sich wünschen.
Wünschen Sie Farbe, Strähnen oder eine Dauerwelle?
Gehen Sie in einen Friseursalon. In den 6 Barbershops der Stichprobe gibt es weder Strähnen noch Dauerwelle.
Geht es um den Bart oder eine Rasur mit dem Messer?
Ein Barbershop ist dafür eingerichtet, mit Konturrasur und heißen Tüchern. Einen einfachen Bartschnitt bieten auch manche Friseursalons an.
Tragen Sie die Haare kurz, etwa mit Fade?
Beides passt. Vergleichen Sie Preisliste und Termine, denn der Barbershop ist nicht automatisch teurer.
Für längeres Haar mit Föhnen und Styling ist ein Friseursalon meist die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Barbershop und Friseur?
Der Unterschied zwischen Barbershop und Friseur liegt im Angebot. Ein Barbershop schneidet vor allem Männern kurze Haare und kümmert sich um Bart und Rasur. Ein Friseursalon bedient Frauen, Männer und Kinder und färbt auch. Rechtlich gelten für beide dieselben Regeln.
Darf ein Barbier ohne Meister einen Barbershop eröffnen?
Nein, ohne Meister darf ein Barbier einen Barbershop in der Regel nicht eröffnen. Rasuren, Bartrasuren und Herrenhaarschnitte gehören zum Friseurhandwerk, und dafür muss der Betrieb in der Handwerksrolle stehen. Ohne Meisterprüfung geht das nur mit einer Sondergenehmigung der Kammer.
Ist ein Barbershop teurer als ein Friseur?
Nein, ein Barbershop ist nicht automatisch teurer als ein Friseur. In 6 Barbershops kostet ein Haarschnitt 18 bis 55 Euro, in 7 Friseursalons ein Herrenhaarschnitt 24,50 bis 100 Euro. Der Preis hängt mehr von Stadt und Extras ab als von der Art des Salons.
Kann ich im Barbershop ohne Termin vorbeikommen?
Ob Sie im Barbershop ohne Termin vorbeikommen können, regelt jeder Laden selbst. Von 6 Barbershops boten 4 Termine zum Buchen an, und einer davon arbeitet nur mit Termin. Rufen Sie vorher an, wenn Sie spontan kommen wollen.
Gibt es in Deutschland eine Ausbildung zum Barbier?
Nein, eine eigene Ausbildung zum Barbier gibt es in Deutschland nicht. Wer das Handwerk lernen will, macht die dreijährige Ausbildung zum Friseur. Bart und Rasur gehören zum Friseurhandwerk.
Kann man sich beim Friseur auch den Bart schneiden lassen?
Ja, manche Friseursalons schneiden auch den Bart, in Ludwigshafen etwa ab 8 Euro. Eine Rasur mit dem Messer und heiße Tücher bieten vor allem Barbershops an. Fragen Sie im Salon vorher nach.
