Den Bart täglich mit Shampoo oder Duschgel waschen
Waschen Sie den Bart einmal am Tag, am besten beim Duschen. Normales Shampoo oder Duschgel reicht dafür, so rät es Stiftung Warentest. Ein eigenes Bartshampoo brauchen Sie nicht. Spülen Sie den Schaum gründlich aus und trocknen Sie den Bart mit dem Handtuch ab.
Ein Bart ist nicht schmutziger als ein rasiertes Kinn. In einer Studie von 2014 mit 408 Männern, die im Krankenhaus arbeiteten, trugen Bärtige nicht mehr Bakterien mit sich herum als ihre glatt rasierten Kollegen. Gegen Keime hilft vor allem, die Hände zu waschen.
Den Bart mit dem Trimmer in Form halten
Zwischen zwei Terminen beim Barbier halten Sie die Länge mit einem Barttrimmer. Teuer muss das Gerät nicht sein. Stiftung Warentest hat 2023 neun Barttrimmer geprüft, und acht davon kürzten den Bart gut. Die Preise lagen zwischen 15 und 139 Euro. Fünf Geräte waren wasserdicht und ließen sich unter dem Wasserhahn abspülen.
- Kämmen Sie den Bart in Wuchsrichtung durch, damit alle Haare gleich liegen.
- Beginnen Sie mit dem längsten Aufsatz und gehen Sie erst kürzer, wenn Ihnen der Bart noch zu lang ist.
- Folgen Sie den Linien, die der Barbier an Wangen und Hals gesetzt hat, statt neue zu ziehen.
- Rasieren Sie Wangen und Hals außerhalb dieser Linien glatt, wenn Ihre Bartform das vorsieht.
- Spülen oder bürsten Sie den Trimmer nach jedem Gebrauch sauber.
Rasierer und Trimmer gehören nur einer Person. Das Robert Koch-Institut rät, Rasierapparate und Rasierklingen nicht gemeinsam zu benutzen, weil Blut daran Hepatitis-C-Viren übertragen könnte.
Die Bartform setzt der Barbier, Sie halten sie
Einen Bart zu schneiden und zu formen, lernt jede Friseurin und jeder Friseur in der Ausbildung. Im Barbershop oder beim Herrenfriseur legt der Profi die Form und die Konturen fest. Worin sich beide unterscheiden, erklärt der Vergleich Barbershop oder Friseur. Zu Hause pflegen Sie nur, was er vorgegeben hat. Das ist einfacher, als eine Form selbst zu finden.
Welche Form zu Ihrem Gesicht passen kann, erklärt der Ratgeber welcher Bart zur Gesichtsform passt. Buchen Sie den nächsten Termin, wenn die Konturen verwachsen sind und Sie die Linien nicht mehr sicher erkennen.
Bartöl und Bartbalsam nur bei trockener Haut
Bartöl und Bartbalsam sind Pflegemittel, die auf Haut und Haar bleiben. Ein Muss sind sie nicht. Hautärzte raten laut Stiftung Warentest von Bartöl ab, solange die Haut nicht besonders trocken ist. Bei längeren Bärten hält Stiftung Warentest es dagegen für sinnvoll, den Bart zu bürsten und regelmäßig zu ölen.
Weil Öl und Balsam auf der Haut bleiben, gelten für ihre Packung strengere Angaben zu Duftstoffen. Jeder Duftstoff, den die EU als Allergieauslöser einstuft, muss dort einzeln stehen, sobald er mehr als 0,001 Prozent ausmacht. Bei einem Shampoo, das Sie abspülen, liegt die Grenze bei 0,01 Prozent. Die EU hat die Liste dieser Duftstoffe 2023 deutlich verlängert.
Bartschuppen können ein seborrhoisches Ekzem sein
Gelbliche, fettig glänzende Schuppen auf roten oder hellen Flecken sind typisch für ein seborrhoisches Ekzem. Das ist eine Entzündung der Haut, die nicht ansteckend ist. Sie zeigt sich vor allem im Gesicht und am Kopf, etwa an den Augenbrauen, in den Falten neben der Nase und an den Wangen. Dort wächst auch der Bart.
Etwa 3 bis 10 von 100 Menschen haben damit zu tun, Männer häufiger als Frauen. Beteiligt sind ein Hefepilz der Haut und mehr Talg als üblich, dazu Stress und eine familiäre Veranlagung. Die Flecken jucken normalerweise nicht. Juckt die Haut unter dem Bart stark, lassen Sie den Grund in der Praxis klären.
Bei Erwachsenen kommt und geht das Ekzem über Jahre, oft je nach Jahreszeit. Licht und Luft an der Haut, etwa am Strand, können die Beschwerden lindern. Heilen lässt es sich nicht dauerhaft, behandeln aber schon. Welche Mittel infrage kommen, bespricht die Ärztin mit Ihnen.
- Shampoos oder Cremes mit einem Mittel gegen Pilze richten sich gegen den Hefepilz.
- Teerhaltige Shampoos sind eine weitere Möglichkeit.
- Cremes mit Salicylsäure kommen ebenfalls infrage.
- Cremes oder Gele mit Kortison hemmen die Entzündung.
Mit Schuppen, Knoten oder Eiter im Bart zum Hautarzt
Erste Anlaufstelle bei Hautproblemen im Bart ist meist die Hausarztpraxis, die bei Bedarf zum Hautarzt überweist. Gehen Sie hin, wenn eines dieser Zeichen auftritt.
- Die Schuppen bleiben, obwohl Sie den Bart täglich waschen.
- Im Bart bilden sich runde, schuppige Flecken oder harte, entzündete Knoten.
- Eine schmerzhafte Schwellung, so groß wie ein Kirschkern oder eine Walnuss, füllt sich mit Eiter.
- Sie bekommen Fieber oder fühlen sich matt, während die Haut im Bart entzündet ist.
Runde Flecken und harte Knoten können eine Bartflechte sein. Das ist eine seltene Infektion mit einem Hautpilz, die Narben hinterlassen kann. Um das zu klären, untersucht die Ärztin ausgezupfte Haare unter dem Mikroskop. Sie behandelt meist mit Tabletten gegen den Pilz.
Eine eitrige, schmerzhafte Schwellung kann ein Furunkel sein, eine tiefe Entzündung rund um die Wurzel eines Haars. Drücken Sie ihn nie selbst aus, vor allem nicht an der Oberlippe oder neben der Nase. Von dort können Bakterien bis ins Gehirn gelangen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man den Bart waschen?
Den Bart waschen Sie am besten einmal am Tag. Normales Shampoo oder Duschgel reicht dafür, ein eigenes Bartshampoo brauchen Sie nicht. So rät es Stiftung Warentest.
Braucht man Bartöl für die Bartpflege?
Nein, Bartöl brauchen Sie für die Bartpflege nur, wenn die Haut unter dem Bart trocken ist. Hautärzte raten sonst eher davon ab. Bei längeren Bärten hält Stiftung Warentest regelmäßiges Bürsten und Ölen aber für sinnvoll.
Was hilft gegen Bartschuppen durch ein seborrhoisches Ekzem?
Gegen Bartschuppen durch ein seborrhoisches Ekzem kommen Shampoos oder Cremes mit Mitteln gegen Pilze infrage, dazu teerhaltige Shampoos, Cremes mit Salicylsäure und bei Entzündung Kortison. Welches Mittel passt, klärt die Arztpraxis. Die Mittel lindern die Beschwerden, heilen das Ekzem aber nicht dauerhaft.
Ist ein seborrhoisches Ekzem im Bart ansteckend?
Nein, ein seborrhoisches Ekzem im Bart ist nicht ansteckend. Es ist eine Entzündung der Haut, an der ein Hefepilz der Haut und vermehrter Talg beteiligt sind. Männer haben es häufiger als Frauen.
Wann sollte man mit Schuppen oder Pickeln im Bart zum Hautarzt?
Mit Schuppen oder Pickeln im Bart gehen Sie zur Ärztin, wenn die Schuppen trotz Waschen bleiben oder runde, entzündete Flecken entstehen. Auch harte Knoten und eitrige, schmerzhafte Schwellungen gehören in die Praxis. Eine Bartflechte, eine Pilzinfektion, wird meist mit Tabletten behandelt. Einen eitrigen Knoten an Oberlippe oder Nase drücken Sie nie selbst aus.
Darf man einen Rasierer oder Barttrimmer mit anderen teilen?
Nein, einen Rasierer sollten Sie nicht mit anderen teilen. Das Robert Koch-Institut rät davon ab, Rasierapparate und Rasierklingen gemeinsam zu benutzen, weil Blut daran Hepatitis-C-Viren übertragen könnte. Ein eigener Trimmer für jede Person ist die sichere Wahl.
