So läuft eine Rasur beim Barbier Schritt für Schritt ab
Eine klassische Nassrasur beim Barbier folgt einem festen Ablauf. Barbershops in München, Hamburg und Oer-Erkenschwick beschreiben ihn in ihren Preislisten fast gleich. Sie beginnen mit einem heißen Tuch, rasieren mit Schaum und Messer und pflegen die Haut danach mit Aftershave oder Balsam.
Kurzes Gespräch
Der Barbier fragt, wie glatt Sie rasiert werden wollen. Sagen Sie jetzt, ob Sie empfindliche Haut haben, zu eingewachsenen Haaren neigen oder Blutverdünner nehmen.
Heißes Tuch
Ein heißes, feuchtes Tuch kommt auf das Gesicht. Es macht Haut und Barthaare weich.
Schaum auftragen
Der Barbier trägt Öl für die Haut oder Rasierschaum auf. Beides lässt die Klinge besser gleiten.
Rasur mit dem Messer
Der Barbier rasiert mit einer frischen Klinge, am besten in Wuchsrichtung. So entstehen weniger gereizte Stellen und Pickel.
Zweites Tuch und Pflege
Zum Schluss kommt ein zweites heißes Tuch, danach Aftershave oder Balsam. In zwei der drei Preislisten gehört eine Gesichtsmassage dazu.
Wollen Sie nicht ganz glatt rasiert werden, sagen Sie das vor dem ersten Zug mit dem Messer.
Was eine Rasur beim Barbier kostet und wie lange sie dauert
Wir haben die Preislisten von 6 Barbershops aus München, Leipzig, Stuttgart, Hamburg und Köln verglichen, abgerufen am 2. Oktober 2026. Eine Rasur kostet dort je nach Leistung 26 bis 60 Euro. Eine Nassrasur des Gesichts kostet 35 bis 46 Euro, eine Kopfrasur 28 bis 40 Euro.
| Leistung | Preis | Wie viele Barbershops sie anbieten |
|---|---|---|
| Nassrasur des Gesichts | 35 bis 46 Euro | 4 von 6 |
| Kopfrasur | 28 bis 40 Euro | 3 von 6 |
| Konturrasur am Bart | 26 Euro allein, 40 Euro mit Barttrimm | 2 von 6 |
| Vollbartschnitt mit heißem Tuch und Rasur | 60 Euro | 1 von 6 |
Eine Dauer nennen drei Barbershops in München, Hamburg und Oer-Erkenschwick, und alle drei planen für die Nassrasur etwa 30 Minuten ein. Wer Haarschnitt und Rasur zusammen bucht, sitzt in München etwa 60 Minuten auf dem Stuhl. Im Paket kostet das dort 90 Euro, 5 Euro weniger als einzeln.
Ein heißes Tuch treibt den Preis. Ein Hamburger Barbershop nimmt für den Vollbartschnitt 40 Euro, mit heißem Tuch und Rasur 60 Euro.
Beim Barbier gehört zu jeder Rasur eine frische Klinge
Das wichtigste Werkzeug beim Barbier ist das Rasiermesser. Das Gesundheitsamt Ludwigsburg empfiehlt Friseurbetrieben und Barbershops, für jeden Kunden eine neue Rasierklinge zu nehmen. Ein Messer mit fester Klinge muss in Nordrhein-Westfalen nach jeder Rasur gereinigt und desinfiziert werden.
Der Grund ist Blut, das Sie oft gar nicht sehen. Schon winzige Blutmengen am Rasiermesser können Hepatitis-C-Viren übertragen, warnt das Gesundheitsamt im Kreis Lippe. Über kleinste Verletzungen bei der Rasur können auch Hautpilze in die Haut gelangen.
- Der Barbier legt eine neue Klinge ein, und Sie dürfen dabei zusehen.
- Benutzte Klingen landen in einem festen Behälter für scharfe Abfälle und nicht im offenen Mülleimer.
- Kämme, Scheren und Maschinen sind sauber und tragen keine Haare vom letzten Kunden.
- Kommt Werkzeug mit Blut in Berührung, desinfiziert der Barbier es sofort.
Für Desinfektion und Hygieneplan gelten im Barbershop dieselben Regeln wie bei der Hygiene im Friseursalon. Fehlt Ihnen etwas davon, sprechen Sie es an oder verzichten Sie an diesem Tag auf das Messer.
Hautpilz nach der Rasur beim Barbier erkennen
Nach Besuchen im Barbershop treten in Deutschland seit einigen Jahren mehr Pilzinfektionen an Kopf und Bart auf. Der Pilz heißt Trichophyton tonsurans und ist sehr ansteckend. Er gelangt über kleinste Verletzungen bei der Rasur in die Haut, schreibt das Gesundheitsamt Ludwigsburg.
Erstmals für Deutschland beschrieben Hautärzte 2021 eine Kette von 18 jungen Männern, die sich kurz nach einer Rasur im Barbershop angesteckt hatten. In Kiel erkrankten 9 Menschen, die denselben Barbershop besucht hatten, und das Gesundheitsamt fand den Pilz dort auf zwei Rasierern. In drei Hautkliniken in Freiburg, Tübingen und München war er 2023 bei 67,6 Prozent der Pilzinfektionen der Kopfhaut der Auslöser.
Achten Sie nach einer Rasur auf Rötung, Schuppen, kleine Eiterpickel oder kahle Stellen in Bart und Kopfhaar. Gehen Sie dann zur Hautärztin oder zum Hautarzt und sagen Sie, dass Sie beim Barbier waren. Die Praxis kann eine Probe ins Labor schicken, und gegen den Pilz gibt es Medikamente.
Wann Sie auf die Rasur mit dem Messer besser verzichten
Haben Sie eine ansteckende Hautkrankheit, etwa einen Hautpilz, darf der Barbier Sie nicht rasieren. So steht es in den Hygieneregeln für Nordrhein-Westfalen, die das Gesundheitsamt im Rhein-Kreis Neuss erklärt. Entdeckt der Barbier solche Stellen erst während der Rasur, soll er abbrechen.
Auch bei entzündeten Pickeln im Bart ist das Messer keine gute Idee. Wer versucht, Pickel wegzurasieren, macht sie schlimmer, schreibt die Fachgesellschaft der amerikanischen Hautärzte. Sagen Sie dem Barbier, wo die Haut gereizt ist, und lassen Sie diese Stellen aus.
Neigen Sie zu eingewachsenen Haaren, etwa bei krausem oder lockigem Bart, ist eine ganz glatte Rasur ungünstig. Der britische Gesundheitsdienst rät, in Wuchsrichtung zu rasieren und mindestens 1 Millimeter Stoppeln stehen zu lassen. Bitten Sie den Barbier genau darum.
Nehmen Sie Blutverdünner, bluten kleine Schnitte länger. Ein Krankenhaus in Düsseldorf rät Patienten mit solchen Medikamenten deshalb zur Trockenrasur statt zur Nassrasur. Fragen Sie vor einer Rasur mit dem Messer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Haben Sie gerade rote, schuppige oder eitrige Stellen im Bart?
Verschieben Sie die Rasur und lassen Sie die Stellen ärztlich ansehen. Bei einer ansteckenden Hautkrankheit darf der Barbier Sie nicht rasieren.
Nehmen Sie Medikamente zur Blutverdünnung?
Fragen Sie vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Kleine Schnitte bluten mit diesen Medikamenten länger.
Bekommen Sie nach dem Rasieren oft eingewachsene Haare?
Bitten Sie den Barbier, nur in Wuchsrichtung und nicht ganz glatt zu rasieren.
Einer Rasur mit dem Messer steht nichts im Weg. Achten Sie auf eine frische Klinge.
So bereiten Sie sich auf die erste Rasur beim Barbier vor
Rasieren darf Sie nur ein Betrieb, der in der Handwerksrolle steht, also im Verzeichnis der Handwerkskammer. Das gilt für jeden Barbershop wie für den Friseursalon, denn Rasuren gehören zum Friseurhandwerk.
- Buchen Sie die Nassrasur als eigene Leistung, damit der Barbier genug Zeit einplant.
- Sagen Sie vorher, ob Sie Blutverdünner nehmen oder zu eingewachsenen Haaren neigen.
- Schauen Sie zu, wie der Barbier eine neue Klinge einlegt.
- Sagen Sie sofort Bescheid, wenn es während der Rasur brennt oder zieht.
- Achten Sie in den Tagen danach auf rote, schuppige oder eitrige Stellen.
Wird eine Stelle nach der Rasur sehr schmerzhaft, heiß oder geschwollen, gehen Sie zum Arzt. Das gilt auch, wenn Sie Fieber bekommen oder sich krank fühlen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Nassrasur beim Barbier?
Eine Nassrasur beim Barbier dauert etwa 30 Minuten. So steht es in den Preislisten von drei Barbershops in München, Hamburg und Oer-Erkenschwick. Zusammen mit einem Haarschnitt plant ein Münchner Barbershop etwa 60 Minuten ein.
Was kostet eine Rasur beim Barbier?
Eine Nassrasur beim Barbier kostet 35 bis 46 Euro. Das zeigen 4 Preislisten aus München, Leipzig, Stuttgart und Hamburg. Eine Kopfrasur kostet in 3 Barbershops 28 bis 40 Euro.
Muss der Barbier für jeden Kunden eine neue Klinge nehmen?
Ja, beim Barbier soll für jeden Kunden eine neue Rasierklinge ins Messer. Das empfiehlt das Gesundheitsamt Ludwigsburg allen Barbershops. In Nordrhein-Westfalen muss ein Messer mit fester Klinge nach jeder Rasur gereinigt und desinfiziert werden.
Kann man sich beim Barbier mit Hautpilz anstecken?
Ja, beim Barbier ist eine Ansteckung mit Hautpilz möglich, wenn das Werkzeug nicht richtig desinfiziert ist. In Kiel erkrankten 9 Kunden desselben Barbershops, der Pilz saß auf zwei Rasierern. Rote, schuppige oder eitrige Stellen nach der Rasur gehören in die Hautarztpraxis.
Wer sollte sich nicht beim Barbier rasieren lassen?
Wer eine ansteckende Hautkrankheit wie Hautpilz hat, darf sich nicht beim Barbier rasieren lassen. Bei entzündeten Pickeln, eingewachsenen Haaren oder Blutverdünnern ist Vorsicht nötig. Sprechen Sie das vor der Rasur mit dem Barbier an.
Was hilft bei der Rasur beim Barbier gegen eingewachsene Haare?
Gegen eingewachsene Haare hilft es, beim Barbier nur in Wuchsrichtung rasieren zu lassen. Der britische Gesundheitsdienst rät außerdem, mindestens 1 Millimeter Stoppeln stehen zu lassen. Sagen Sie das dem Barbier vor der Rasur.
