So buchen Sie einen Friseurtermin online
Viele Salons bieten ihre Termine online an, entweder auf der eigenen Website oder über ein Buchungsportal. Sie wählen die Leistung, die Friseurin und eine freie Zeit. Danach bekommen Sie eine Bestätigung per E-Mail oder SMS. Lesen Sie die Bestätigung genau, denn dort stehen Leistung, Preis und die Regeln für eine Absage.
- Wählen Sie die genaue Leistung, etwa Waschen, Schneiden und Föhnen, und nicht nur Haarschnitt.
- Prüfen Sie den angezeigten Preis und ob ein Ab-Preis dabeisteht.
- Lesen Sie vor dem Absenden, was der Salon zu Absagen und Ausfallgebühren schreibt.
- Speichern Sie die Bestätigung, bis der Termin vorbei und bezahlt ist.
Ihre Online-Buchung beim Friseur ist ein Vertrag
Mit der Buchung verpflichten sich beide Seiten. Der Salon hält Ihnen den Stuhl frei, und Sie versprechen zu kommen. Das gilt online genauso wie am Telefon. Ein Recht zum Widerruf wie beim Kauf im Onlineshop haben Sie bei einem festen Termin für eine Freizeitleistung in der Regel nicht. Ob ein Friseurtermin dazugehört, haben die obersten Gerichte noch nicht entschieden.
Sie dürfen den Termin trotzdem jederzeit absagen. Das Gesetz erlaubt Ihnen, den Auftrag bis zur Fertigstellung zu kündigen. Was Sie dann noch zahlen müssen, hängt davon ab, ob dem Salon ein Schaden entsteht.
Wann der Salon eine Ausfallgebühr verlangen darf
Sagen Sie einen Friseurtermin ab, darf der Salon den vereinbarten Preis verlangen. Er muss sich aber abziehen lassen, was er spart oder mit einer anderen Kundin verdient. Das Gesetz vermutet, dass ihm 5 Prozent des Preises für die nicht erbrachte Leistung bleiben. Bei einem Termin für 60 Euro sind das 3 Euro.
Mehr darf der Salon nur verlangen, wenn er nachweist, dass ihm wirklich mehr Geld entgangen ist. Das ist bei einer langen Farbbehandlung am Samstagmorgen eher möglich als bei einem kurzen Schnitt, für den sich schnell jemand anderes findet. Kommen Sie gar nicht und sagen nicht ab, kann der Salon ebenfalls einen Ausgleich fordern.
Haben Sie vor der Buchung einer Ausfallgebühr zugestimmt?
Dürfen Sie laut Bedingungen nachweisen, dass kein Schaden entstanden ist?
Die Gebühr kann wirksam sein. Konnte der Salon den Platz neu vergeben, fragen Sie nach einem Erlass.
Eine solche Klausel ist unwirksam. Es gilt dann die gesetzliche Regel mit meist 5 Prozent.
Hat der Salon den Platz an jemand anderen vergeben?
Dann schulden Sie meist nichts, weil dem Salon kein Verdienst entgangen ist.
Der Salon darf einen Teil verlangen. Ohne Nachweis eines höheren Schadens sind es 5 Prozent.
Eine Ausfallgebühr in den Bedingungen hat Grenzen
Viele Salons und Portale schreiben eine feste Ausfallgebühr in ihre Bedingungen, etwa die Hälfte des Preises bei Absage am selben Tag. Eine solche Pauschale ist nur wirksam, wenn zwei Dinge stimmen. Sie darf nicht höher sein als der Schaden, der normalerweise entsteht. Und Sie müssen ausdrücklich nachweisen dürfen, dass der Schaden kleiner war oder ganz ausblieb.
Was mit Ihren Daten beim Buchungsportal passiert
Bei der Online-Buchung geben Sie Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse an. Bei einem Portal landen diese Daten beim Portal und beim Salon. Beide dürfen sie nur für die Buchung nutzen, solange Sie keiner Werbung zugestimmt haben.
Sie haben das Recht zu erfahren, welche Daten gespeichert sind. Der Anbieter muss Ihnen spätestens nach einem Monat antworten. Sie können auch verlangen, dass Ihre Daten gelöscht werden, wenn sie für die Buchung nicht mehr gebraucht werden. Werbe-E-Mails bestellen Sie mit einem Klick wieder ab.
So sagen Sie einen Friseurtermin richtig ab
Je früher Sie absagen, desto leichter vergibt der Salon den Platz neu. Dann entsteht meist kein Schaden, und eine Gebühr fällt weg. Wie ein Salon seine Preise angeben muss und was bei einem misslungenen Schnitt gilt, steht im Ratgeber woran Sie einen guten Friseur erkennen.
- Sagen Sie über denselben Weg ab, über den Sie gebucht haben, also im Portal oder per E-Mail an den Salon.
- Notieren Sie Datum und Uhrzeit der Absage oder speichern Sie die Bestätigung.
- Bieten Sie bei einer kurzfristigen Absage einen neuen Termin an. Viele Salons verzichten dann auf eine Gebühr.
- Verlangt der Salon Geld, fragen Sie schriftlich nach dem Grund und ob der Platz neu vergeben wurde.
Häufige Fragen
Ist ein online gebuchter Friseurtermin verbindlich?
Ja, ein online gebuchter Friseurtermin ist ein verbindlicher Vertrag, sobald der Salon ihn bestätigt. Sie dürfen ihn aber jederzeit absagen. Was Sie dann noch zahlen, hängt davon ab, ob dem Salon ein Verdienst entgeht.
Wie hoch darf eine Ausfallgebühr beim Friseur sein?
Eine Ausfallgebühr beim Friseur darf nicht höher sein als der Schaden, der normalerweise entsteht. Ohne Nachweis geht das Gesetz von 5 Prozent des Preises aus. Eine Pauschale in den Bedingungen ist nur wirksam, wenn Sie einen geringeren Schaden nachweisen dürfen.
Muss ich beim Friseur zahlen, wenn ich nicht zum Termin komme?
Ja, wer zu einem Friseurtermin nicht erscheint, kann einen Ausgleich schulden. Der Salon muss sich aber anrechnen lassen, was er spart oder anderweitig verdient. Hat er den Platz neu vergeben, entsteht meist kein Schaden.
Kann ich einen online gebuchten Friseurtermin widerrufen wie einen Onlinekauf?
Nein, einen festen Friseurtermin können Sie in der Regel nicht wie einen Onlinekauf widerrufen. Für Freizeitleistungen mit festem Termin gilt das Widerrufsrecht meist nicht. Sie dürfen den Termin aber jederzeit absagen.
Welche Daten speichert ein Buchungsportal für Friseure?
Ein Buchungsportal für Friseure speichert meist Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Ihre Termine. Sie dürfen jederzeit fragen, welche Daten vorliegen, und bekommen spätestens nach einem Monat Antwort. Werbung darf das Portal nur mit Ihrer Zustimmung schicken.
