Was der Friseurmeister kostet
Die Meisterprüfung hat vier Teile. Teil I und II prüfen das Friseurhandwerk selbst, Teil III Betriebswirtschaft und Recht, Teil IV das Ausbilden. Die Kammern bieten die Kurse meist getrennt an, und Teil I und II sind der größte Posten.
Bei der Handwerkskammer Rheinhessen kostet der Vollzeitkurs für Teil I und II mit 430 Stunden 5.250 Euro. Die Handwerkskammer Südthüringen nimmt für den Teilzeitkurs mit 424 Unterrichtseinheiten 6.390 Euro. Die Prüfung für Teil I kostet bei der Handwerkskammer Heilbronn-Franken etwa 600 Euro.
| Kostenpunkt | Betrag | Beispiel |
|---|---|---|
| Kurs Teil I und II, Vollzeit, 430 Stunden | 5.250 Euro | Handwerkskammer Rheinhessen |
| Kurs Teil I und II, Teilzeit, 424 Unterrichtseinheiten | 6.390 Euro | Handwerkskammer Südthüringen |
| Prüfungsgebühr Teil I | etwa 600 Euro | Handwerkskammer Heilbronn-Franken |
| Material für Teil I | etwa 250 Euro | Handwerkskammer Bremen |
| Kurse und Prüfungen für Teil III und IV | eigene Preise je Kammer | Fragen Sie Ihre Kammer |
So viel zahlt das Aufstiegs-BAföG für den Friseurmeister
Das Aufstiegs-BAföG hilft bei Kurs, Prüfung und Lebensunterhalt, und ein großer Teil muss nicht zurückgezahlt werden. So fördert es den Meisterkurs:
- Kurs- und Prüfungsgebühren bis 15.000 Euro werden gefördert, die Hälfte davon als Zuschuss.
- Den Rest gibt es als günstiges Darlehen. Bestehen Sie die Prüfung, wird die Hälfte davon erlassen.
- Für das Material des Meisterprojekts gibt es bis zur Hälfte der Kosten, höchstens 2.000 Euro, ebenfalls zur Hälfte als Zuschuss.
- Im Vollzeitkurs gibt es bis zu 1.019 Euro im Monat für den Lebensunterhalt.
- Für die Betreuung von Kindern gibt es 150 Euro je Kind und Monat.
Ein Beispiel zeigt, was übrig bleibt. Kostet der Kurs 5.250 Euro, zahlt das Aufstiegs-BAföG 2.625 Euro als Zuschuss. Die restlichen 2.625 Euro sind ein Darlehen. Bestehen Sie die Prüfung, wird die Hälfte erlassen, und Sie zahlen am Ende 1.312,50 Euro selbst.
Wer zur Meisterprüfung im Friseurhandwerk darf
Zur Meisterprüfung darf, wer die Gesellenprüfung im Friseurhandwerk oder in einem verwandten Handwerk bestanden hat. Jahre im Beruf schreibt das Gesetz dafür nicht vor. Sie können also direkt nach der Gesellenprüfung mit dem Meisterkurs beginnen.
Viele Gesellinnen sammeln trotzdem erst Erfahrung im Salon. Die praktische Prüfung verlangt sicheres Arbeiten unter Zeitdruck, etwa bei einer Aufgabe von bis zu 8 Stunden.
Die vier Teile der Meisterprüfung für Friseure
Die Prüfung im Friseurhandwerk ist in einer eigenen Verordnung geregelt. Teil I und II sind nur für Friseure, Teil III und IV legen alle Handwerke gleich ab.
Teil I, Praxis
Ein Meisterprojekt von höchstens 2 Arbeitstagen, ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten und eine Aufgabe aus dem Salonalltag von höchstens 8 Stunden.
Teil II, Fachtheorie
Schriftliche Aufgaben zu Gestaltung und Technik sowie zur Führung eines Salons, zusammen höchstens 6 Stunden.
Teil III, Betrieb und Recht
Betriebswirtschaft und Recht für die Führung eines Handwerksbetriebs.
Teil IV, Ausbilden
Die Prüfung, mit der Sie Auszubildende anleiten dürfen.
Wie lange der Weg zum Friseurmeister dauert
In Vollzeit dauert der Kurs für Teil I und II etwa vier Monate. Bei der Handwerkskammer Bremen sind es rund 480 Unterrichtsstunden. In Teilzeit dauert es deutlich länger. Der Kurs in Südthüringen läuft vom 7. Dezember 2026 bis zum 17. Januar 2028.
Teil III und IV kommen dazu. Wer alles neben dem Beruf macht, braucht also mehr als ein Jahr. Für die Zeit im Vollzeitkurs gibt es Unterhalt aus dem Aufstiegs-BAföG.
Was der Meisterbrief Friseuren bringt
Mit dem Meisterbrief dürfen Sie einen eigenen Salon eröffnen und selbst ausbilden. Wie das abläuft, steht bei Friseursalon eröffnen.
Auch der Lohn steigt. In Nordrhein-Westfalen bekommt eine Meisterin, die einen Salon leitet, seit Januar 2026 mindestens 19,04 Euro je Stunde. Eine Gesellin startet dort bei 14,60 Euro. Mehr dazu steht bei Gehalt im Friseurhandwerk.
Häufige Fragen
Was kostet der Friseurmeister insgesamt?
Der Kurs für Teil I und II kostet bei zwei Handwerkskammern 5.250 und 6.390 Euro. Dazu kommen Prüfungsgebühren, Material und die Kurse für Teil III und IV. Das Aufstiegs-BAföG übernimmt einen großen Teil davon.
Wie lange dauert die Meisterschule für Friseure?
Die Meisterschule für Friseure dauert in Vollzeit etwa vier Monate für Teil I und II. In Teilzeit läuft sie über ein Jahr. Teil III und IV kommen jeweils dazu.
Brauche ich Berufserfahrung für die Meisterprüfung als Friseurin?
Nein, für die Meisterprüfung im Friseurhandwerk reicht die bestandene Gesellenprüfung. Jahre im Beruf schreibt das Gesetz nicht vor. Erfahrung hilft aber in der praktischen Prüfung.
Wie viel zahlt das Aufstiegs-BAföG beim Friseurmeister?
Das Aufstiegs-BAföG fördert Kurs- und Prüfungsgebühren bis 15.000 Euro, die Hälfte als Zuschuss. Nach bestandener Prüfung wird die Hälfte des Restdarlehens erlassen. Im Vollzeitkurs gibt es zusätzlich bis zu 1.019 Euro im Monat zum Leben.
Was verdient ein Friseurmeister?
Ein Friseurmeister, der einen Salon leitet, verdient in Nordrhein-Westfalen nach Tarif seit Januar 2026 mindestens 19,04 Euro je Stunde. Ohne Leitungsaufgabe sind es dort mindestens 15,23 Euro. In anderen Ländern gelten andere Löhne.
